Offener Brief an den Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen (CCPR)

Anne-Dominique Kaufmann

Gastbeitrag von Anne-Dominique Kaufmann (Ehefrau von Dr. Malte Kaufmann)

Sehr geehrte Damen und Herren des Menschenrechtsausschusses der Vereinten Nationen,

ich schreibe Ihnen als besorgte deutsche Bürgerin und als Mitglied der Partei Alternative für Deutschland (AfD), weil ich hoffe, bei Ihnen im Rahmen Ihrer Überwachung des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte ein offenes Ohr zu finden.

Mein Mann und ich waren langjährige CDU-Mitglieder und sind vor einigen Monaten zur AfD gewechselt. Wir haben unsere Meinungen mit diesem Wechsel nicht geändert, sondern sehen unsere langjährigen Überzeugungen deutlich ausgedrückt und vertreten im AfD-Grundsatzprogramm. Nun muss ich mit Erschrecken feststellen, dass man, nur weil man dieser Partei angehört, geächtet wird und Angst haben muss, körperlich angegriffen zu werden, und viele Politiker und Medien befeuern das!

Hier einige Beispiele: Vor einigen Tagen gehe ich zu meinem Geschäftstermin und begrüße die Leute, die ich zum ersten Mal sehe. Die Antwort der Dame: „Ich will nichts mit AfDlern zu tun haben. Sie brauchen mich gar nicht zu begrüßen.“ Ein Parteifreund (ein älterer Herr), zu Fuß unterwegs zu einer Veranstaltung in Stuttgart, wurde vor einigen Wochen von mehreren jungen Demonstranten überrascht und notarztreif geschlagen, seine Begleiterin wurde auch attackiert. Beim Kölner Parteitag am 22. und 23.4.2017 mussten mein Mann und ich zusammen mit anderen Freunden ca. 300m von unserem Hotel zum Veranstaltungsort laufen, und es war nötig von ungefähr 30-40 Polizisten durch die sehr aggressive Demonstranten-Menge begleitet und richtig geschützt zu werden, während wir „Nazi-Schweine“ (was bei uns nicht im entferntesten zutrifft!) und vieles mehr uns anhören mussten. Die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, wie auch die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, unterstützten die Demonstrationen gegen den Parteitag jeweils durch einen Auftritt und mit einer Rede. Auf einer linken Internetseite steht ein Bild einer AfD-Landtagskandidatin mit einer Liste von Fakten über sie, wie z.B. welches Auto sie fährt inklusive Kennzeichen, wo sie parkt, dass ihr die Reifen durchgestochen wurden, dass sie sich wahrscheinlich sicher fühlt aber sich noch wundern wird, sie wird als Rassistin abgestempelt,und am Ende steht: „Rassist_innen angreifen.“ (linksunten.indymedia.org) Ein anderer Kandidat findet seine Hauswand beschmiert und seine Autoscheiben zertrümmert. Und die Liste könnte noch viel länger werden.

Ich bin einfach erschüttert, dass solche Dinge hier im freien, demokratischen Deutschland -ein Land in dem ich bis vor kurzem nichts zu fürchten hatte- wegen Parteizugehörigkeit stattfinden und toleriert werden! Wir bei der AfD sind nicht gewalttätig und möchten die Demokratie fördern. Ein Buch, dass ich gerade lese, geschrieben von einer jüdischen Zeitzeugin des 1. und 2. Weltkrieges, erinnert mich daran, dass es ein Merkmal dieser dunklen Zeit war, gegen bestimmte Personengruppen zu sein. Ich stelle fest, dass wir hier in Deutschland uns in einem gefährlichen Trend befinden und bin sehr bekümmert.

Ich möchte Sie herzlich bitten den fairen, respektvollen und gewaltlosen Umgang mit Menschen aus der AfD und Menschen mit anderen Meinungen durch eine Untersuchung der dargestellten Lage zu unterstützen. Eine Bitte der AfD an den Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland im Vorfeld des AfD-Bundesparteitags in Köln, die Bevölkerung dazu aufzurufen, die demokratischen Rechte der AfD-Delegierten zu respektieren, ist ohne Resonanz verhallt. Deshalb mein Appell an Sie.

Vielen Dank im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen,

Anne-Dominique Kaufmann, M.M., B.Sc.

 

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4 Kommentare

  1. Sehr geehrte Frau Dr. Kaufmann,
    meine Anerkennung für Ihren offenen und ehrlichen Brief. Angesichts der Vernetzungen der nationalen und internationalen Politik habe ich jedoch wenig Hoffnung, dass Ihr Schreiben Gehör finden wird. Trotzdem: was wahr ist muss auch als solches benannt werden.
    Mit besten Grüßen aus Bonn
    Dr. Ludwig Witzani

  2. Sehr geehrte Frau Dr.Kaufmann gut daß Sie diesen Brief geschrieben haben der die Meinung Aller AFDler ausdrückt. Man beschimft unsBrandstifter und ruft gegen uns
    zur Gewalt auf, doch wer sind hier die Brandstifter? Wo bleibt hier die Toeranz gegen anders Denkende? ES ist schade was aus unserem Deutschland geworden ist, aber ist unsere Politik nicht daran schul, sie wußte doch aus anderen Ländern, daß wenn wir unsere Grenzen so auf machen, daß das nur Probleme bringen muß.Vor Jahren noch sagten die selben Politiker: Multi Kulti ist tot! Und heute können nicht genug kommen!Sie werden nun von ihren Wachleuten geschützt, während der einfache Bürger sich bald nicht mehr auf die Straße getraut.Mir macht die Zukunft Deutschlands Sorgen, was werden unsere Kinder und Enkelkinder erleben müssen, wenn es jetzt schon so zugeht ? Ich wünsche Ihnen Frau Dr. Kaufmann viel Kraft und daß Sie weiterhin für ein gutes Deutschland eintrete, noch viel mehr sollten solche Briefe schreibe, auch wenn unser Bundespräsident nicht antwortet, obwohl er für alle Bürger da sein will!

  3. Sehr geehrte Frau Dr. Kaufmann,

    ich als eine Südkoreanerin finde die jetzige politische Situation in Deutshcland und Trend weltweit (auch Ihre Erfahrungsberichte) ganz traurig. Es ist eigentlich falsch und so ungerecht was hier in Deutschland und überall auf der Welt in der Politik (Patriots‘ Party) passieren.

    Die Meinungen hier in Deutschland und weltweit (auch USA und Südkorea) sind unglaublich viel durch falsche Information/Unwahrheiten manipuliert worden.

    Ich finde jetzige eingebildete Mehrheitsdemokratie=Social Media kann auch sehr gefährlich sein.
    Auch die kritische Aüsserunungen von AfD haben Ihre Begrundungen und sollte eine faire Chance haben.

    Mehr Meinungfreiheit ohne Gewalt und die Gerechtigkeit als Christ bete ich für Sie und AfD…

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